Biochemie nach Dr. Schüßler
Bei der Biochemie nach Dr. med. Wilhelm Schüßler handelt es sich um einen Zweig der Naturheilkunde, die bereits 1873 begründet wurde. Insgesamt umfasst diese ursprüngliche Methode nur elf Mineralsalze, die für die verschiedenen Behandlungsansätze völlig ausreichend sind.
Alle elf biochemischen Mineralsalze sind in Pflanzen, Tieren und Menschen in unterschiedlichen Konzentration zu finden und für den Aufbau, Betrieb und Entgiftung der Organismen von lebenswichtiger Bedeutung. Wird das Gleichgewicht der Mineralstoffe gestört, können Krankheiten entstehen. Nach Schüßlers Erfahrung beseitigen die Mineralsalze die entstandenen Störungen.
Dr. Schüßler baute seine Biochemie auf drei Grundpfeilern auf:
1. Biologischer Grundsatz: „Die kleinste Lebenseinheit ist die Zelle“.
2. Virchows Behauptung: „Das Wesen der Krankheit ist die pathogen veränderte Zelle“
3. Grundsatz Moleschotts: „Gesund bleiben kann der Mensch nur, wenn er die nötigen Mineralstoffe in der erforderlichen Menge und im richtigen Verhältnis besitzt.“
Aus diesen Grundpfeilern entwickelte Dr. Schüßler seine vier Lehrsätze:
1. Alle Krankheiten entstehen durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen.
2. Durch Zuführung der fehlenden Stoffe tritt Heilung ein.
3. Die Zuführung der fehlenden Mineralstoffe darf nur in allergeringsten Mengen erfolgen.
4. Die Zuführung der fehlenden Stoffe muss in einer solchen Verdünnung geschehen, dass der Übertritt des heilsamen Salzes unmittelbar durch die Schleimhäute der Mundhöhle, des Schlundes und der Speiseröhre direkt ins Blut erfolgt
Normalerweise nimmt der Organismus durch eine gesunde Ernährung genügend Mineralsalze auf. In der Nahrung sind diese organisch gebunden und werden durch den Stoffwechsel aufgeschlossen. Ohne die Mineralsalze wird jegliche Zelltätigkeit unmöglich. Die heutige Ernährung, die veränderte Lebensweise und die starke Belastung der Umwelt haben mit dazu beigetragen, dass der Mineralsalzbedarf wesentlich größer geworden ist. Durch die Antlitzdiagnose kann der individuelle Mangel an bestimmten Mineralsalzen bestimmt werden. Der so diagnostizierte Mineralsalzmangel wird durch die Einnahme entsprechend verdünnter („potenzierter“) Mineralsalze in Pastillenform behoben.
Die 11 Mineralsalze
Nr. 1 Calcium fluoratum
Nr. 2 Calcium phosphoricum
Nr. 3 Ferrum phosohoricum
Nr. 4 Kalium chloratum
Nr. 5 Kalium phosphoricum
Nr. 6 Kalium sulfuricum
Nr. 7 Magnesium phosphoricum
Nr. 8 Natrium chloratum
Nr. 9 Natrium phosphoricum
Nr. 10 Natrium sulfuricum
Nr. 11 Silicea
Literatur
Dr. Kurt Hickethier, Lehrbuch der Biochemie, Verlag Friedrich Depke 2001
